Es gibt einen Satz, der in Angeboten fast immer fehlt: Was passiert danach?
Ein Projekt hat ein Ende. Ein System hat keines. Es läuft weiter, es altert, seine Abhängigkeiten bekommen Lücken, die Umgebung ändert sich. Jemand muss das bemerken. Steht diese Person nicht im Angebot, dann gibt es sie nicht.
Was uns die eigene Seite gelehrt hat
Wir müssen das nicht theoretisch begründen. Bei unserer Vorgängerseite liefen über zwölf Monate 42 % aller Google-Impressionen auf Seiten, die es nicht mehr gab — 67.663 von 133.168 —, weil eine einzige Zeile Serverkonfiguration Fehlerseiten als „alles in Ordnung” auslieferte. Technisch war das ein Einzeiler. Bemerkt hat es ein Jahr lang niemand.
Aufgefallen ist es niemandem — nicht weil niemand fähig war, sondern weil niemand zuständig war. Die ganze Geschichte steht in diesem Beitrag.
Das ist der Normalfall, nicht die Ausnahme. Fehler im Betrieb sind selten laut. Sie sind still, und sie kosten über Monate.
Was „Betrieb” tatsächlich umfasst
Der Begriff klingt nach Hosting. Hosting ist der kleinste Teil davon:
- Aktualisierungen von Abhängigkeiten und Laufzeitumgebung, besonders die sicherheitsrelevanten.
- Überwachung, ob das System erreichbar ist und tut, was es soll — und zwar bevor jemand anruft.
- Sicherung der Daten samt der Probe, dass sich daraus tatsächlich wiederherstellen lässt. Eine ungeprüfte Sicherung ist eine Hoffnung.
- Erreichbarkeit: ein Mensch, der antwortet, wenn etwas klemmt.
- Kleine Änderungen, die im Alltag anfallen und für die sonst jedes Mal ein Angebot nötig wäre.
Bei uns ist das ein Paket ab 40 € netto im Monat. Nicht, weil Infrastruktur so viel kostet — eine statische Seite kostet als Infrastruktur fast nichts. Sondern weil dauerhaft jemand zuständig bleibt. Wie sich das zusammensetzt, steht in den Beispielrechnungen.
Warum wir es nicht trennen
Wir könnten billiger anbieten, wenn wir den Betrieb weglassen. Das tun wir nicht — und der Grund ist eigennützig genug, um glaubwürdig zu sein:
Was wir bauen, betreiben wir auch. Und was man betreibt, muss man beherrschen. Diese Regel begrenzt unsere Technologieliste härter als jede Vorliebe. Man baut anders, wenn man weiß, dass man in drei Jahren noch der Ansprechpartner ist. Man wählt langweiligere Werkzeuge. Man schreibt auf, warum etwas so ist. Was wir deshalb bewusst nicht anfassen, steht auf Technologien.
Ein Anbieter, der nur baut, hat diesen Anreiz nicht. Er trägt die Folgen seiner Entscheidungen nicht.
Woran Sie ein ehrliches Angebot erkennen
Vier Punkte, unabhängig davon, bei wem Sie kaufen:
- Steht der laufende Betrag drin — beziffert, nicht als „nach Aufwand”?
- Ist beschrieben, was er umfasst? „Wartung” allein ist kein Umfang.
- Bindet der Vertrag länger, als er muss? Ein Wartungsvertrag, der hält, weil man nicht herauskommt, hält aus dem falschen Grund. Unsere sind jährlich kündbar.
- Bekommen Sie den Quellcode? Wer betreibt, darf nicht besitzen, was Ihnen gehört. Sie müssen jederzeit wechseln können.
Punkt 4 ist der wichtigste. Betrieb soll ein Dienst sein, kein Griff um den Hals. Deshalb gehören Quellcode, Inhalte und Domain bei uns Ihnen — nachzulesen auf Preise.
Der Satz, auf den es hinausläuft
Eine Software, für die sich niemand zuständig fühlt, ist nicht günstig. Sie ist unbezahlt — und die Rechnung kommt zu einem Zeitpunkt, den Sie nicht wählen.
Wer baut und dann geht, hat die Hälfte geliefert. Die andere Hälfte zahlen Sie trotzdem, nur später und an jemand anderen.