„Was kostet eine Website?” ist eine faire Frage mit einer unbefriedigenden Antwort: Am Markt kursieren Preise zwischen 500 und 50.000 Euro. Beide sind für irgendein Vorhaben richtig. Das Problem ist nicht der Preis — es ist, dass „Website” fünf verschiedene Dinge meint.
Dieser Beitrag ordnet das. Mit drei Beispielrechnungen, damit Sie Ihr Vorhaben einordnen können, bevor Sie irgendwo anrufen.
Warum die Spanne so groß ist
Ein einseitiger Auftritt für einen Verein und ein Kundenportal mit Anmeldung und Datenbank sind beides „Websites” — und liegen um den Faktor zwanzig auseinander. Wer eine Zahl nennt, ohne das Vorhaben zu kennen, rät. Deshalb hängt der Preis an genau drei Fragen:
- Wie viel wird gebaut? Ein Einseiter oder dreißig Unterseiten in drei Sprachen.
- Was muss die Seite können? Nur zeigen — oder rechnen, anmelden, speichern, mit anderen Systemen sprechen.
- Wer betreibt sie danach? Eine Website ist nie „fertig”. Was läuft, muss gewartet werden.
Wie wir an den Preis herangehen
Damit die Beispiele unten einordbar sind, kurz unsere Grundsätze — sie stehen ausführlicher auf der Preisseite:
- Festpreis statt Stundensatz. Sie bekommen einen Preis für ein Ergebnis, nicht eine offene Rechnung. Verschätzen wir uns, ist das unser Fehler.
- Der Betrieb steht im Angebot, nicht im Kleingedruckten. Was wir bauen, betreiben wir auch.
- Sie besitzen, was Sie bezahlen. Quellcode, Inhalte, Domain gehören Ihnen. Kein Lizenzmodell, das Sie bindet, kein Baukasten, aus dem Sie nicht herauskommen.
- Kein WordPress, keine Plugin-Abhängigkeit. Wir bauen schlanke, statische Seiten, die nicht brechen, wenn eine fremde Erweiterung aufgegeben wird.
Drei Beispielrechnungen
Die folgenden Zahlen sind Marktorientierung für Österreich, kein Preisverzeichnis. Sie helfen beim Einordnen; was Ihr Vorhaben tatsächlich kostet, sagen wir nach einem Gespräch — deshalb nennt unsere Preisseite bewusst keine Zahl.
| Vorhaben | Aufbau (einmalig, Marktrahmen) | Laufend |
|---|---|---|
| Schlichte Website — statisch, bis ~5 Seiten, ohne Login | ~ 1.500 – 4.000 € | Betrieb ab 40 €/Monat + Domain ~15 €/Jahr |
| Website mit Redaktion — mehr Seiten, Blog/Termine selbst pflegbar, ggf. mehrsprachig | ~ 4.000 – 10.000 € | Betrieb ab 40 €/Monat + Domain |
| Kleine Anwendung — Login, Datenbank, ein echter Prozess (Buchung, Anmeldung) | ~ 9.000 – 25.000 € | Betrieb höher, weil echte Infrastruktur läuft, + Drittdienste |
Was die Beispiele zeigen: Der einmalige Aufbau ist nur die halbe Rechnung. Die andere Hälfte ist der laufende Betrieb — und den nennen die wenigsten Angebote.
Die laufenden Kosten, die kaum jemand nennt
Eine Website verursacht auch nach dem Launch Kosten. Wer danach nicht fragt, zahlt sie trotzdem — nur ungeplant.
- Wartung & Betrieb: bei uns ab 40 € netto/Monat. Updates, Sicherheit, Erreichbarkeit, Hosting und kleine Änderungen als Paket. Nicht, weil Hosting so viel kostet — eine statische Seite kostet als Infrastruktur fast nichts —, sondern weil jemand dauerhaft zuständig bleibt.
- Domain: ~10–20 € pro Jahr. Gehört Ihnen, nicht uns.
- Bezahlte Drittdienste: nach Verbrauch. Zahlungsgebühren, E-Mail-Versand über das Freikontingent hinaus, kostenpflichtige Schnittstellen. Was Dritte verrechnen, kann niemand erlassen.
Bei einer Anwendung mit Datenbank liegt der laufende Betrag über den 40 €, weil echte Server laufen. Er steht dann im Angebot, nicht in einer Überraschung ein Jahr später.
Woran Sie ein ehrliches Angebot erkennen
Bevor Sie unterschreiben — egal bei wem:
- Steht ein Festpreis für ein beschriebenes Ergebnis da, oder nur ein Stundensatz mit offenem Ende?
- Sind die laufenden Kosten genannt — Betrieb, Wartung, Domain?
- Gehört Ihnen danach alles — Quellcode, Inhalte, Domain? Oder mieten Sie sich in eine Plattform ein?
- Bindet Sie ein Wartungsvertrag nur, weil Sie nicht herauskönnen — oder weil die Betreuung stimmt?
- Ist Rechtssicherheit dabei — Impressum, Datenschutz, und zwar ohne dass Sie ein Cookie-Banner brauchen?
„Billig” ist dabei selten billig. Unsere eigene Vorgängerseite hat monatelang 42 % ihrer Sichtbarkeit verloren, weil eine einzige Serverzeile Fehlerseiten als „alles in Ordnung” auslieferte — aufgefallen ist es niemandem, weil niemand zuständig war. Genau das kostet die günstige Lösung: nicht beim Kauf, sondern zwei Jahre später.
Für Gemeinden und gemeinnützige Organisationen
Zwei Sonderfälle, weil sie oft gesucht werden:
- Gemeinden beschaffen unterhalb der Direktvergabe-Schwelle von 140.000 € im direkten Gespräch, ohne Ausschreibung. Wie das abläuft, steht auf der Preisseite.
- Vereine, Pfarren und NGOs bekommen ein kleines Kontingent an Aufbau-Arbeit geschenkt; was kostenlos ist und was nicht, ist auf der NGO-Seite klar abgegrenzt.
Kurz gefasst
- „Website” meint fünf verschiedene Dinge — die Spanne ist echt, nicht Willkür.
- Rechnen Sie in zwei Teilen: einmaliger Aufbau und laufender Betrieb (ab 40 €/Monat).
- Ein ehrliches Angebot nennt einen Festpreis, die laufenden Kosten und überlässt Ihnen das Eigentum.
- Die billigste Lösung ist selten die günstigste — sie verschiebt die Kosten nur nach hinten.
Wenn Sie ein konkretes Vorhaben haben und wissen wollen, wo es in dieser Tabelle liegt: Schreiben Sie uns einen Absatz dazu. Die erste Einschätzung ist kostenlos und kommt von einem der beiden Gründer, nicht von einem Formular — office@stoicera.com.