2026 steht auf jeder zweiten Agentur-Startseite „Wir setzen KI ein”. Der Satz kostet nichts und belegt nichts. Uns war ein anderer Weg wichtiger: die Werkzeuge selbst zu schreiben, sie offenzulegen und sie im echten Betrieb laufen zu lassen. Dann muss man nicht behaupten, dass man es kann — man kann es zeigen.
Was offenliegt
Auf github.com/Artaeon stehen unsere Werkzeuge, quelloffen und nachlesbar. Vier tragen unsere tägliche Arbeit:
- nerve — ein KI-Coding-Assistent, ganz in Rust geschrieben, mit Terminal-Integration.
- fleetdeck — automatisiert das Ausrollen von Docker-Compose-Diensten samt Reverse-Proxy, in Go.
- granit — ein terminal-natives Wissenssystem auf Markdown-Basis.
- forge-ai — orchestriert mehrere KI-Assistenten in einem Ablauf.
Dazu kommt trendradar für die Auswertung offener Daten und openwhistle, eine self-hosted Plattform für die EU-Hinweisgeberrichtlinie. Kein Repository davon ist ein Fork; es ist eigene Arbeit. Die Forschungsrepos und Experimente daneben stehen im Labor.
Der Unterschied: sie tragen echten Betrieb
Der entscheidende Satz steht nicht in der Sternzahl. Er lautet: Auf nerve und fleetdeck läuft MealTime bei der Stadtgemeinde Gallneukirchen. Unsere Anmeldelösung für das Schulmittagessen wird mit denselben Werkzeugen gebaut und betrieben, die wir verschenken.
Ein Werkzeug, das den eigenen Produktivbetrieb trägt, ist eine andere Art von Beleg als eines, das in einem Demo-Video läuft. Wenn es ausfällt, fällt unser Betrieb aus — nicht der eines Kunden. Das diszipliniert.
Warum verschenken?
Die naheliegende Frage. Drei Gründe:
Offener Code ist prüfbarer Code. Wer wissen will, ob wir sauber arbeiten, muss uns nicht glauben — er kann nachsehen. Für Auftraggeber im öffentlichen Bereich, die Sorgfalt belegen müssen, ist das mehr wert als jedes Zertifikat.
Wir bauen schneller, weil wir die Werkzeuge kennen. Wer sein Werkzeug selbst geschrieben hat, wartet nicht auf den Hersteller, wenn etwas fehlt — er ergänzt es. Diese Geschwindigkeit landet im Angebot.
KI dort, wo die Daten bleiben müssen. Weil wir eigene Werkzeuge haben, können wir Modelle lokal und self-hosted betreiben — ohne Umweg über einen amerikanischen Anbieter. Bei Daten von Schülerinnen und Schülern ist das kein technisches Detail, sondern der Unterschied zwischen zulässig und nicht zulässig.
Was das für einen Auftrag bedeutet
Sie bekommen keine Blackbox. Was wir für Sie bauen, gehört Ihnen — Quellcode, Inhalte, Daten. Die Werkzeuge, mit denen wir es gebaut haben, sind offen; niemand ist von uns abhängig, weil er nicht wegkann. Wer bleibt, soll bleiben, weil die Arbeit stimmt.
Und wenn Sie technisch tief einsteigen wollen: Der Code liegt offen. Sehen Sie hinein, bevor Sie uns beauftragen. Wir finden, so herum gehört es.