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Bl. 30
2026
laufend

schulmittag.at

Wie wir für unser eigenes Produkt eine Website gebaut haben, die beim Aufruf keine einzige Anfrage an einen fremden Server stellt.

schulmittag.at →

Startseite — „Schulausspeisung ohne Zettelwirtschaft"
Startseite — „Schulausspeisung ohne Zettelwirtschaft"

Aufmaß

Käufer von MealTime sind Bürgermeister, Amtsleiter, Schulreferenten und Direktorinnen. Diese Gruppe prüft Datenschutz ernsthaft, bevor sie eine Software überhaupt in Erwägung zieht — sie entscheidet nicht allein, sondern muss intern argumentieren, und sie sitzt teilweise an alten Geräten in Gemeindenetzen mit dünner Leitung. Daraus folgte die Technik, nicht umgekehrt. Wer Datenschutz verkauft, darf ihn auf der eigenen Website nicht verletzen: Eine Seite, die Schriften von einem fremden CDN nachlädt und Tracking-Pixel setzt, widerlegt ihr Verkaufsargument, bevor der erste Satz gelesen ist. Dazu kam eine zweite Anforderung — das Produkt war in Entwicklung. Preismodell, Zeitplan und Terminologie änderten sich mehrfach, teilweise grundlegend. Die Seite musste in Minuten änderbar sein, ohne dass dabei an sieben Stellen etwas auseinanderläuft.

0
Anfragen an fremde Server
22
Anfragen insgesamt, alle an die eigene Domain
56
FAQ-Antworten als strukturierte Daten
Art
Eigenprojekt — die Website zum eigenen Produkt
Zeitraum
März bis Juli 2026, vier Etappen, laufend gepflegt
Rollen
Sebastian Kern — Produkt und Text · Raphael Lugmayr — CTO
Betrieb
Statisch ausgeliefert, EU-Edge Frankfurt, kein Server
Umfang
7 Seiten, davon die Startseite in 13 Abschnitten · 56 FAQ-Antworten
Auslieferung
Push auf main baut und veröffentlicht — GitHub Pages mit Actions
Das Produkt dazu
MealTime — Bl. 16 →
Leistung
Konzept, Text, Gestaltung, Entwicklung, Betrieb
Stack
Astro 5 · Tailwind CSS v4 · Bun · Motion · GitHub Pages

Gebaut

  • Sieben Seiten; die Startseite als Argumentationskette in dreizehn Abschnitten — erst das Problem des Lesers, dann die Lösung, dann Belege, dann Preis, dann Handlung
  • Preis-Konfigurator, der die Jahreslizenz live berechnet und ab sechzehn Einrichtungen von selbst auf ein Gespräch verweist
  • FAQ-Bereich mit 56 Antworten, clientseitiger Suche und einem eigenen Zustand für „nichts gefunden", der zum Kontakt führt statt in die Leere
  • Video, das erst auf Klick lädt — vor dem Klick besteht keine Verbindung zu einem fremden Server
  • Formular ohne Backend: asynchron abgeschickt, mit Bot-Falle und vorgelesener Statusmeldung. Keine Serverwartung, keine Datenbank mit personenbezogenen Daten
  • Und, wichtiger als alles davor: Das gesamte Preismodell liegt in einer einzigen Datei. Startseite, Preisseite, Konfigurator und FAQ ziehen daraus
01

Das Publikum hat die Technik bestimmt, nicht umgekehrt

Käufer von MealTime sind Bürgermeister, Amtsleiter, Schulreferenten und Direktorinnen. Diese Gruppe prüft Datenschutz ernsthaft, bevor sie eine Software überhaupt in Erwägung zieht. Sie entscheidet nicht allein, sondern muss intern argumentieren — und sie sitzt teilweise an alten Geräten in Gemeindenetzen mit dünner Leitung.

Wer Datenschutz verkauft, darf ihn auf der eigenen Website nicht verletzen. Eine Seite, die Schriften von einem fremden CDN nachlädt und Tracking-Pixel setzt, widerlegt ihr eigenes Verkaufsargument, bevor der erste Satz gelesen ist.

Dazu kam eine zweite Anforderung: Das Produkt war in Entwicklung. Preismodell, Zeitplan und Terminologie änderten sich im Projektverlauf mehrfach, teilweise grundlegend. Die Seite musste in Minuten änderbar sein, ohne dass dabei an sieben Stellen etwas auseinanderläuft.

02

Schnell, weil datenschutzfreundlich. Nicht obwohl.

Die stärkste Aussage dieses Projekts ist keine Behauptung, sondern eine Beobachtung.

Was eine typische Marketing-Website langsam macht, ist genau das, was auch Daten abfließen lässt: Schriften-CDNs, Tracking-Skripte, eingebettete Videoplayer, Zustimmungsplattformen, Chat-Widgets, Werbepixel. Wer das alles weglässt, bekommt beides.

Der Zielkonflikt, den man üblicherweise erwartet — Datenschutz kostet Bequemlichkeit, Bequemlichkeit kostet Geschwindigkeit — existiert an dieser Stelle nicht. Er entsteht erst, wenn man die Bausteine schon eingebaut hat und danach nachbessert.

03

Was erreicht wurde

Sieben Seiten, seit März 2026 durchgehend erreichbar, ausgeliefert aus einem europäischen Rechenzentrum.

Vier Struktur- und Preismodellwechsel ohne Neuaufbau — darunter ein vollständiger Wechsel vom Monats- auf das Jahreslizenzmodell an einem Arbeitstag.

Preiskonsistenz technisch erzwungen statt redaktionell gehofft: Das Modell liegt in einer Datei, und Startseite, Preisseite, Konfigurator und FAQ ziehen daraus. Eine Preisänderung ist ein Diff, kein Redaktionslauf über vier Stellen.

Kein Tracking bei vollständiger Rechtstextlage.

Ansichten

7 Aufnahmen · seitlich ziehen

Entscheidungen

Jede Entscheidung mit ihrer naheliegenden Alternative und dem Grund.

Astro 5, statisch erzeugt
statt WordPress, Webflow oder Next.js mit Server

Eine Marketing-Seite hat keinen dynamischen Zustand. Was statisch ausgeliefert wird, kann nicht langsam sein, nicht gehackt werden und braucht keine Sicherheits-Updates.

Kein Client-Framework
statt React oder Vue für die interaktiven Teile

Reiter, Suche und Konfigurator sind mit wenigen Zeilen JavaScript gelöst. Ein Framework hätte mehr gekostet als die gesamte Interaktivität zusammen.

Schriften selbst gehostet
statt ein fremdes Schriften-CDN

Ein Schriften-CDN überträgt die IP-Adresse jedes Besuchers an einen Dritten. Bei diesem Publikum ist das ein Ausschlusskriterium, kein Abwägungspunkt.

Kein Analytics
statt Google Analytics, Plausible oder Matomo

Wir verkaufen Datenschutz. Eine Ausnahme für uns selbst wäre unglaubwürdig. Rückmeldung kommt über das Formular und das Telefon — dafür zahlen wir mit fehlenden Reichweitendaten.

Video erst auf Klick
statt ein eingebettetes iframe

Ein eingebettetes iframe lädt fremde Ressourcen beim Seitenaufruf — also vor jeder Einwilligung.

Preise in einer Datei
statt die Zahlen im Seitentext

Preise standen an vier Stellen. Bei zwei Modellwechseln in fünf Monaten ist redaktionelle Pflege eine Fehlerquelle. So ist eine Preisänderung ein Diff.

GitHub Pages mit Actions
statt Managed Hosting oder ein eigener Server

Push auf main baut und veröffentlicht. Kein Deploy-Ritual, keine Serverpflege, keine Hostingkosten.

Wortregeln als maschinelle Prüfung
statt ein Style-Guide im Kopf

Nach einem Modellwechsel überleben alte Begriffe in Ecken, an die niemand denkt. Eine Textsuche über das Auslieferungsverzeichnis findet sie.

Abschnitte als eigene Komponenten
statt eine große Seitendatei

Abschnitte werden ausgetauscht, umsortiert und gelöscht. Als Datei ist das ein Verschieben, kein chirurgischer Eingriff — in einer Etappe waren es elf gelöschte Komponenten.

Beweis

Anfragen beim Seitenaufruf
22
davon an fremde Server
0
Tracking-Skripte, Analytics, Tracking-Cookies
0
Externe Schriften
0
Laufzeit-Abhängigkeiten
3
FAQ-Antworten als strukturierte Daten
56
Canonical und hreflang
auf allen 7 Seiten
Lighthouse Performance
100
Cumulative Layout Shift
0

Labormessung vom 31.07.2026 mit Lighthouse 13.4.1, mobile Emulation mit simulierter Drosselung — kein Feldwert echter Nutzer. Sie belegt, dass die Seite gut gebaut ist; sie belegt nicht, wie sie im Gemeindenetz auf einem sechs Jahre alten Rechner läuft. Die Anfragen können Sie mit den Entwicklerwerkzeugen Ihres Browsers selbst nachzählen.

Was offen ist

  • Ohne Analytics gibt es keine Reichweiten- und keine Konversionsdaten. Das ist eine bewusste Entscheidung mit einem realen Preis, und wir stellen sie auch so dar.
  • Drei Bilddateien sind noch nicht auf ihre Anzeigegröße gebracht. Das kostet keine Ladezeit, weil sie nicht renderblockierend sind — unsauber ist es trotzdem. Solange es offen ist, nennen wir für diese Seite keine Gesamt-Ladegröße, auch keine gerundete.
  • Zwei Kontrastwerte liegen unter der Schwelle für WCAG AA: weißer Text auf unserem Orange erreicht 3,33 : 1 statt 4,5 : 1, orange Kleintexte auf hellem Grund 2,9 : 1. Betroffen sind Skip-Link, der primäre Aufruf im Kopf und der Cookie-Hinweis. Die Entscheidung ist eine Markenfrage und steht aus.
  • Ein Auswahlfeld im Vormerkungs-Formular hat keine Beschriftung — ein Screenreader liest dort nichts vor. Einzeiliger Fix, steht auf der Liste.