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Notizen / Engineering

Datenmigration vorbereiten: vor dem Umstieg klären

Datenquellen, Zuordnung, Testimport und Freigabe: So bereiten Sie eine Datenmigration vor und machen fehlende Informationen vor der Umstellung sichtbar.

In diesem Beitrag

Bei einem Systemwechsel ist ein erfolgreicher Import nur ein Zwischenschritt. Entscheidend ist, ob die übernommenen Daten im neuen System dieselbe fachliche Bedeutung haben und die benötigten Abläufe weiter funktionieren. Das beginnt mit Fragen, die vor dem eigentlichen Umstieg beantwortet werden können.

Diese Checkliste eignet sich für eine erste Vorbereitung. Welche Prüfungen und Umstellungsschritte tatsächlich nötig sind, hängt vom Quell- und Zielsystem ab. Ein Tabellenexport, eine laufend veränderte Datenbank und mehrere angebundene Anwendungen verlangen unterschiedliche Übergänge.

1. Quellen und Verantwortliche erfassen

Listen Sie die Datenquellen auf: Anwendungen, Tabellen, Dokumentablagen und Schnittstellen. Halten Sie fest, wer die jeweilige Quelle fachlich verantwortet und welche Exporte verfügbar sind. Prüfen Sie früh, ob Anhänge, Beziehungen und historische Informationen mit ausgegeben werden können.

Zu jeder Quelle gehören ein Beispiel der Struktur, ein ungefährer Umfang und das Datum des Exports. Für die erste Prüfung können geeignete Testdaten oder anonymisierte Beispiele verwendet werden. Zugangsdaten und produktive Datensammlungen gehören nicht unaufgefordert in eine Kontaktanfrage.

2. Bedeutung und Zuordnung klären

Eine Datenzuordnung beschreibt, welches Quellfeld in welches Zielfeld gelangt und welche Umwandlung dabei erfolgt. Neben Namen und Datentypen zählen fachliche Regeln: Ist ein leeres Feld erlaubt? Welche Quelle hat Vorrang? Muss eine Kennung über den Wechsel hinweg erhalten bleiben?

Ein fiktives Beispiel: Ein Altsystem verwendet „aktiv“ für einen laufenden Vertrag. Das neue System versteht darunter ein freigeschaltetes Benutzerkonto. Die Bezeichnungen stimmen überein, die Bedeutung nicht. Eine einfache Kopie würde einen fachlichen Fehler erzeugen.

Dokumentieren Sie solche Entscheidungen mit der zuständigen Person. Sie sollen auch beim zweiten Testlauf gelten und dürfen nicht nur im Kopf der Person stehen, die den Import schreibt.

3. Fehlerfälle vorab vereinbaren

Typische Prüffragen betreffen doppelte Datensätze, fehlende Pflichtfelder, ungültige Werte und Verweise auf nicht vorhandene Einträge. Legen Sie fest, welche Fälle automatisch behandelt werden dürfen und welche eine fachliche Entscheidung benötigen.

Eine nachvollziehbare Fehlerliste nennt Quelle, betroffenen Datensatz, Regel und Bearbeitungsstatus. Fehler sollten nicht durch stilles Weglassen verschwinden. Auch bewusst nicht übernommene Datensätze benötigen einen dokumentierten Grund.

Im eigenen offenen Werkzeug belegwerk ist die konfliktgeprüfte Übernahme des Altbestands dokumentiert. Das ist ein Beispiel für ein technisches Verfahren. Welche Regeln für Ihre Daten gelten, wird davon unabhängig festgelegt.

4. Einen wiederholbaren Testimport planen

Der Testimport läuft in einer getrennten Umgebung und erhält eine klar bezeichnete Datengrundlage. Er sollte wiederholt werden können, ohne versehentlich Dubletten oder unklare Zwischenstände zu erzeugen. Wie Zurücksetzen und Wiederholung funktionieren, gehört zum vereinbarten Vorgehen.

Prüfen Sie das Ergebnis auf mehreren Ebenen:

  • Vollständigkeit: Welche Datensätze und Anhänge sind übernommen, welche fehlen mit Begründung?
  • Beziehungen: Sind Vorgänge, Personen, Dokumente und andere zusammengehörige Einträge richtig verbunden?
  • Werte: Stimmen relevante Summen, Zeiträume und fachliche Zustände?
  • Nutzung: Lassen sich ausgewählte reale Aufgaben mit den übernommenen Daten durchführen?

Eine gleiche Anzahl von Zeilen reicht als Abnahme nicht aus. Die Fachabteilung muss erkennen können, ob die Daten nutzbar sind. Vereinbaren Sie deshalb Testfälle und Freigabeverantwortliche vor dem Import.

5. Den Umstellungstag vorbereiten

Zwischen Testexport und Umstieg können sich Quelldaten verändern. Klären Sie, wie diese Änderungen berücksichtigt werden: durch einen erneuten vollständigen Export, einen vereinbarten Nachlauf oder eine begrenzte Schreibpause. Welcher Weg möglich ist, hängt von den Systemen ab.

Der Umstellungsplan nennt Reihenfolge, Beteiligte, Zeitfenster und Freigaben. Er hält außerdem fest, wann der Vorgang abgebrochen wird und welcher Wiederanlauf oder Rückweg tatsächlich möglich ist. Nach der Übernahme braucht es einen definierten Zeitraum für Abgleich und Fehlerbearbeitung.

Mit einer begrenzten Vorbereitung beginnen

Eine erste Bestandsaufnahme kann Quellen, Datenzuordnung, offene Qualitätsfragen und einen Testplan liefern. Erst danach lässt sich die eigentliche Durchführung belastbarer schätzen. Unser Angebot Datenübernahme und Migration trennt diese Vorbereitung von der späteren Umsetzung.

Für eine Anfrage genügen zunächst Quell- und Zielsystem, Anlass des Wechsels und ein gewünschter Termin. Der Projektbrief hilft beim Einordnen; offene Punkte können ausdrücklich offen bleiben.

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